
Olifr M. GUZ (*1967, sieht gut aus) trat alleine auf, heute mit den Averells als Begleitknechte, ist Sänger der Aeronauten, war früher auch in 4 anderen Bands, spielt 5 verschiedene Instrumente, hat 12 LPs ,13 Cds, 14 Kassetten, 15 Singles und ca. 40 Samplerbeiträge veröffentlicht, als Toningenieur 134 Produktionen gefahren, ein Gesamtwerk von schätzungsweise 150 Stunden aufgenommen, etwa 560 Stücke komponiert, an 716 Auftritten sein Handwerk gelernt, eine Gagensteigerung von 1480% erreicht, umgerechnet 8 000 US-Dollar in Equipment investiert, ca. 88 000 Kilometer wegen Musik zurückgelegt, ist auf ungefähr 92 000 Tonträgern zu hören, trat vor insgesamt 175 000 Leuten auf, gab unzählige Interviews, die in einer Gesamtauflage von ganz genau 1 781 026 Exemplaren erschienen. GUZ ist trotzdem immer noch knallunbekannt und arm.
Am Radio hört GUZ am liebsten trockene Informationssendungen. Am Fernsehen interessiert ihn nichts, ausser teuren Hollywood-Reissern. Im Bandbus liest er gern Bücher übler Weltverschwörungstheoretiker und Ufologen, die er sich aus dem Internet heruntergeladen hat. Zwischendurch spielt er Karten.
Der sensible Knödelbaron ist entschiedenermassen das Knie von der Biene. Er tritt nackt auf, mit einem alten Schinken eingerieben, gewisserweise wenigstens.
Während alle in der Band mit ihren Instrumenten spielen, schwadroniert GUZ in seinen Texten über Gott und die Welt, meistens singt er allerdings über Probleme anderer Leute, selber hat er keine. Dazu tigert er auf der Bühne hin und her.
Die Musik dazu rüttelt quasi den Laden. Seine erste selbst gekaufte Platte hiess "Please Please Me" (Beatles), die zweite war "Mittagspause live in Wuppertal", die dritte war von Chuck Berry und die vierte von Stereolab. Die andern waren geklaut. Am besten sind allerdings jene von den Milkshakes, doch dafür interessiert sich kein Mensch, deshalb sagen wir mal es wäre Beck, Bob Dylan, Johnny Cash, Velvet Underground, oder sonst etwas das alle mögen.
Dem Schubladendenken ist GUZ ausgesprochen zugeneigt und so bezeichnet er seine Musik selbst als "Pop". Es gibt jedoch Leute die das anders sehen und etwas von Blues und Rock and Roll erzählen. Hauptsache ist allerdings, dass immer hübsch kräftig die Klamotten zusammenzuhauen werden, wenn Boogie Woogie in die Stadt kommt. Das wichtigste ist das Geld. Her damit! Get down!
Alle Menschen sind hiermit aufgerufen, mehr von seinen Platten und CDs zu kaufen und an seinen Auftritten in grösserer Zahl zu erscheinen. Sollte das nicht geschehen, kann GUZ auch ganz schön unangenehm werden. GUZ versteht in keinerlei Hinsicht irgendwelchen Spass.
Rezillo Namruam
