DM Bob & Jem Finer
...and their wild mixture of Cajun and Bluegrass, Cumbia and Tex-Mex . DM Bob & Jem Jem drag Punk into the swamps of Louisiana... Stories about the "Mini Bar" in hotel rooms, flying saucers ("little Red Saucer") or a guy who trusts a "Heating Charge" more than his girl...

Fragt man
DM Bob und Jem Finer (bis vor kurzem noch "Country Jem" ) nach ihren größten Kunststücken, bekommt man niedliche kleine Anekdoten zu hören, etwa wie Bob als Kind, um die allgemein vorherrschende Alien-Hysterie in seiner Heimatstadt Raceland, 50 Kilometer südwestlich von New Orleans, zu schüren, fingierte Ufolandeplätze in die Zuckerrohrplantagen rund um den Ort mähte,- natürlich fiel nie jemand darauf rein -, oder wie er dann, viel später, als Englischlehrer in Hamburg die Klitschko-Brüder Vitali und Vladimir linguistisch auf ihre Titelkämpfe in den USA vorbereitete. Dem Umstand, dass die Crypt-Records-Veröffentlichungen seiner Band DM Bob and the Deficits die größte aller Radio-Legenden, den BBC-Radio1-Reporter John Peel dazu veranlassten, Bob nicht nur in seinem Film "On The Road With John Peel" zu bedenken, sondern ihm darüber hinaus noch kurz vor seinem Tod gleich zwei BBC-Peel-Sessions zu widmen, schenkt Bob hingegen kaum Erwähnung.
Jem Finer, der hagere Mann aus der Töpferstadt Stoke in den North West Midlands Englands, aus der auch Robbie Williams und Slash stammen, fabuliert gerne darüber, wie er sich mit einem gewissen Shane MacGowan solange in Covent Garden als Straßenmusiker verdingte, bis die Cops die beiden schließlich aus dem Stadtteil verbannten. Kein Wort darüber, dass er mit eben diesem Shane MacGowan nur wenige Monate später die Folk-Punk-Band THE POGUES gründete, kein Wort von dem bald folgenden Weltruhm und den zahlreichen gemeinsamen Auftritten mit U2, oder The Clash. Auf die Frage, was er mit den Pogues denn sonst so getrieben habe, antwortet Jem lapidar: "Lot's of bloody records." Understatement?! Nein. All das beschreibt das Selbstverständnis zweier kauziger Vagabunden und Globetrotter mittleren Alters, die sich längst nichts mehr zu beweisen haben.
Bob arbeitet mittlerweile fest als Englisch-Lehrer in seiner Wahlheimat Hamburg, stellt seine Gemälde aus, tourt mit den "Watzloves", der Band seiner Lebensgefährtin
Silky Watzlove, quer durch Europa, oder produziert in seinem kleinen Studio die Alben befreundeter Künstler, wie etwa das eben erschienene Debüt von "The King Khan & BBQ Show". Hin und wieder besucht er seine alte Heimat Louisiana, wo er gerne einige musikalische Gastspiele in den Klubs rund um New Orleans gibt.
Jem Finer arbeitet als "Artist in Residence" am astrophysischen Institut in Oxford, photographiert und dreht Filme. Vor einigen Jahren komponierte er die Musik für den "Longplayer". Die am 01.01.2000 gestartete Musik-Sequenz wird vermittels eines Computerprogramms bis zum 31.12.2999 unaufhörlich spielen, ohne sich ein einziges mal wiederholt zu haben. Die entsprechenden Rechner stehen in einem Leuchtturm gegenüber dem Millennium-Dom in London, im Planetarium der Bibliothek von Alexandria in Ägypten und im Kraftwerk von Brisbane bei Nottingham, England. Zu hören ist der Longplayer auch als Livestream im Internet: http://longplayer.org. Und wie es endlich dazu kam, dass Bob und Jem zusammen fanden, beschreiben die Künstler so:
JEM: "Bob just walked into my house one christmas and since then sometimes leaves to go to Hamburg for a few days. His ticket into my house was a DM Bob and the Deficits CD. Brilliant! Bob is one of the few people I have total tolerence for, a wonderful human."

BOB: "I had offers to go do some gigs in the UK. I was doing my onemanband thing so I just asked Jem if he'd be willing to do some twomanband stuff and we did and thats how DM Bob & Country Jem came about. Of course cruising around England in Jem's Lamborgeenie tour bus was a blast. I just hate it when Jem starts setting his banjo on fire and stuff on stage - he s always stealing the show!"

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