Rebecca Oehms: Orgel ---- Raoul Doré: Schlagzeug -----Jens Rachut: Gesang

Das hier nochmal vorweg: „Wer mit Alte Sau nun immer noch eine weitere Nachfolgeband der von Jens Rachut aufgelösten, Angeschissen, Dackelblut, Oma Hans, Kommando Sonne-Nmilch, usw, usw erwartet, kann abschalten ! Für immer ! Alte Sau ist nix anderes als Alte Sau. Das Schlagzeug treibt von hinten, die Orgel schiebt von vorn und von oben bohrt sich Rachuts Gesang in alle Richtungen des Geschehens. Festgestellt wurde bereits, dass Herr Rachut hier textlich noch etwas direkter auf den Punkt haut. Musikalisch ist Alte Sau, für vermooste Betonohren die nach bewährten Schemen auf der Lauer liegen, sicherlich gewöhnungsbedürftig. Gut so !
Alte Sau ist eine willkommene, parallel an der Basis arbeitende Truppe, die der seit einigen Jahren existierenden anderen Rachut Band NRFB (Nuclear Raped Fuck Bomb) die Wurzeln ausgräbt, vor die Füsse legt und dabei vermutlich unbewusst den Standort des Hauses markiert an dessen
Türklingel die Namen Herr & Frau Punk standen, bevor es vom Mainstream saniert wurde... Das Stempelkissen trocknet aus.
Ende Mai 2016 erscheint das zweite Alte Sau Album. „To Be As Livin‘“ heisst es.
Seit Veröffentlichung des ersten Albums und einigen Konzerten, haben Alte Sau nun ihre Betriebstemperatur erreicht.
Die Lieder heissen „Sauna und Krieg“, „Zackenbarsch“, „Stier und Bär“, Die Raben“, „Maschinen“, „Leberwurst“, „Cha Cha No“, „Lass es im Nebel stehen“, „“Ohne Pause“, „Kreis ist Leer“, „Fehler im Gehirn“, aber auch „Drei Sorten Flöhe“. Man muss sich reinhören… nochmal… und nochmal… und dann nochmal…. Lauter, lauter… Nochmal…
Im Mai und Juni und September 2016 werden Alte Sau einige Konzerte spielen. Da gehört man hin.

Und so kann man das auch sehen:
Kein Bass aus Bass, keine Gitarre aus der Gitarre, keiner bläst, streicht oder fummelt am Laptop. Was bleibt sind 2 Orgeln gespielt von 10 Fingern und einem Fußpedal – das Schlagzeug ist von der Firma „Spärlich“ und der Gesang ist so uralt und klar, daß man froh ist, daß man auf die richtige Sprache gesetzt hat. Ab und zu faucht ein Chor dazu und ist auch schon wieder weg wie der verpasste TGV Nizza-Montpellier. Das Ganze wabert relativ flott Richtung digitaler Sitzblockaden, von denen, die noch so bescheuert sind, die versuchen gegen die Mainstreammaschinenwelt was zu unternehmen, aber dieser Gegner ist unbezwingbar geworden -für immer- es sei denn, er zerstört sich selber, aber dafür braucht er Gründe und die gibt’s nicht, denn es geht ihm gut. Er stopft sich natürlich alte Tischdecken in seine Mainstream Öhren, weil nur Orgel, Schlagzeug und Gesang verarbeitet er nicht so gut….er wird mitten in der Nacht aufstehen und sich übergeben, und das Licht bleibt aus in seiner Wohnung und bei dieser Musik auch für immer….


Alte Sau
Das neue Alte Sau Album: